
"MonArch - Monumentalbauwerke-Archivsystem" ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Universitäten Bamberg und Passau unter Beteiligung zahlreicher weiterer Projektpartner zur Erschließung der Quellen von Monumentalbauten und Bereitstellung der Daten in einem webbasierten verteilten Archivsystem mit raumbezogener Abfragemöglichkeit.
Ergänzend zum Baubestand bilden Archive von Monumentalbauten das historische Gedächtnis der für die mitteleuropäischen Kultur- und Stadtlandschaften prägenden Denkmale, deren Situation trotz der überragenden kulturhistorischen Bedeutung der Denkmale unbefriedigend ist. Die Bestände sind nur in Ausnahmefällen inventarisiert, erschlossen oder digital gesichert, die Archivalien einander inhaltlich nicht zugeordnet. Eine Suchanfrage nach Gebäudeinformationen mit räumlichem Bezug ist nur im Ausnahmefall möglich, der Suchaufwand groß, zeitlich nicht kalkulierbar, ein Erfolg ungewiss. Dies steht im Widerspruch zu der unbestreitbaren Qualität der Quellen, die ein Konvolut aus Schrift- und Bilddokumenten, Karten, Plänen, Untersuchungen, Bautagebüchern, Zeichnungen und Diversa sind und die Authentizität des gebauten Erbes begründen. In einem Pilotprojekt sollen deshalb die Archive der Nürnberger Großkirchen St. Lorenz und St. Sebald auf der Basis eines digitalen Archivierungs- und Dokumentationssystems erschlossen, vernetzt und für die wissenschaftliche Recherche zugänglich gemacht werden. Neben Institutionen der Universitäten Bamberg und Passau agieren die beiden Kirchgemeinden im Forschungsprojekt als Praxispartner und Testanwender der zu entwickelnden Software.
Das Forschungsprojekt mit Titel "Monumentalbauwerke – Archivsystem (MonArch)" wird dankenswerterweise gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Wissenschaftliche Versorgungs- und Informationssysteme (LIS) im Förderprogramm "Kulturelle Überlieferung - Erhalt von Kulturgut durch digitale Informationssysteme".
